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Protonentherapie

Bei der Protonentherapie werden, zum Beispiel in einem Synchrotron oder in einem Zyklotron, Protonenstrahlen erzeugt und auf das Tumorgewebe gerichtet, das behandelt werden soll. Dieses Verfahren wird vor allem bei Krebspatienten angewandt, bei denen sich ein Tumor entweder tief im Körper oder in unmittelbarer Nähe empfindlicher Organe befindet.

Die Protonentherapie unterscheidet sich von herkömmlichen Bestrahlungsverfahren, bei denen hochenergetische Photonenstrahlung eingesetzt wird. Diese ionisierende Strahlung durchdringt den gesamten Körper in der Einstrahlrichtung. Auch gesundes Gewebe vor und hinter einem Tumor wird dadurch einer hohen Strahlenbelastung ausgesetzt.

Die Protonenstrahlung besteht dagegen aus geladenen Teilchen, deren Reichweite sich im Unterschied zur Photonenstrahlung durch die eingesetzte Ausgangsenergie sehr exakt bestimmen lässt. Diese Teilchen erzeugen weniger Wechselwirkung im gesunden Gewebe und geben den größten Teil ihrer Energie am Ende ihrer voreingestellten Reichweite im Tumor ab. Die Belastung des umgebenden Gewebes bleibt so gering. So ermöglicht die Protonentherapie eine optimierte Strahlendosis innerhalb der zu bestrahlenden Region.