Verband ivSupra
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Industrie

Supraleiteranwendungen erschließen der Industrie technische Möglichkeiten, die mit konventionellen Stromleitern nicht oder nicht in gleichem Umfang zur Verfügung stehen. Die extreme Stromtragfähigkeit supraleitender Drähte ermöglicht den Bau elektrischer Spulen, Magnete und Maschinen, die sich durch extreme Leistungsfähigkeit und hohe Effizienz auszeichnen, zugleich aber auch weitaus kompakter und leichter sind als vergleichbare, auf konventionellen Leitermaterialien basierenden Systeme.

Bei industriellen elektrischen Antrieben, auf die nach Berechnungen des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) 40% des globalen Stromverbrauchs entfallen, können mit Supraleitern nicht nur substanzielle Energieeinsparungen, sondern auch höhere Leistungsdichten und günstigere Teillasteigenschaften erreicht werden.

Berührungsfreie Magnetlager mit Supraleitertechnik, die auf dem Prinzip „eingefrorener Magnetfelder“ beruhen, weisen Eigenschaften auf, die gegenüber konventioneller Lagertechnik deutliche Vorteile haben: Supraleiterlager laufen widerstandslos sowie toleranz-, vibrations- und verschleißfrei. Im Unterschied zu konventioneller Magnetlagertechnik kommen Supraleiterlager ohne Regelung aus, sind passiv und eigenstabil.

Hocheffiziente supraleitende Hochstromschienen brauchen nur einen Bruchteil des Installationsraums konventioneller Systeme und verringern so auch den Materialeinsatz. Darüber hinaus vereinfachen sie den Arbeits- und Anlageschutz durch minimierte Magnetfelder und Wärmeemissionen.

Verfahren der Metallerwärmung im Magnetfeld lassen sich unter Einsatz der Supraleitertechnologie energieeffizienter und zeitsparender gestalten. Wichtige wirtschaftliche Vorteile ergeben sich zusätzlich durch eine differenziertere Steuerbarkeit der Heizvorgänge.

In der industriellen Prüfpraxis ermöglichen supraleiterbasierte Analysegeräte wie SQUIDs und NMRs zerstörungsfreie Untersuchungen von Materialien und Maschinenteilen. Mit den entsprechenden Verfahren können sowohl Materialfehler in Einzelteilen erkannt als auch Produktionsprozesse überprüft werden.