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Supraleitende Magnetlager

Supraleitende Magnetlager laufen berührungslos und bieten ihren Anwendern eine Reihe von Alleinstellungsmerkmalen: Sie weisen im Betrieb keine Reibverluste und dementsprechend auch keine Reibwärmeemissionen auf, unterliegen keinerlei Verschleiß, erzeugen keinen Staub und benötigen auch keine Schmierung. Supraleitende Magnetlager können bei höheren Drehzahlen betrieben werden als vergleichbare konventionelle Lager wie z.B. Gleitlager. Im Unterschied zu konventionellen Magnetlagern, die einen sehr hohen Regelaufwand benötigen und im Versagensfall erheblichen Schaden verursachen können bieten Supraleiterlager eine sehr hohe Betriebssicherheit, da sie als Passivlager keine Regelung von außen benötigen.

Supraleitende Lager können als Maschinenlager für hohe Rotationsgeschwindigkeiten verwendet werden. Supraleitende Linear-Magnetlager werden derzeit in Transportsystemen und industriellen Handlingsystemen erprobt. Die Technologie supraleitender Magnetlager eignet sich aber gleichermaßen für Handlingsysteme, die etwa im Vakuum oder in abgeschlossenen biologisch, chemisch oder radioaktiv kontaminierten Räumen einsetzbar sind. In diesem Anwendungsfeld ist ausschlaggebend, dass eine berührungslose magnetische Lagerung und Manipulation auch durch Wände hindurch möglich ist. Für Reinraumanwendungen sind supraleitende Magnetlager optimal geeignet, da sie keinen Abrieb erzeugen. Ihre Verwendung im Hochvakuum ist unbedenklich, da keine Schmierstoffe erforderlich sind, die verdampfen können. Den Weg in den Markt finden supraleitendende Lager auch aufgrund ihrer extremen Präzision. Entsprechende Systeme kommen etwa in astronomischen Teleskopen wie u.a. am International Southern Observatory in der chilenischen Atacama-Wüste zum Einsatz.